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Re: Lautsprechermanagement via DSP

BeitragVerfasst: Donnerstag 11. Januar 2018, 07:27
von Nubi
Hallo Holger,

da hast Du sehr Recht!

Bei mir war es so, dass ich eher eine starke Auslöschung zwischen 50 und 70 hz in Höhe von 20db hatte.
Scheinbar schwingt die Holzdecke unseres Bungalows da sehr stark mit. :lol:

Wie dem auch sei, REW hat da alles reingepumpt, was geht. Das Ergebnis wäre das gleiche gewesen, denn es bringt einfach nichts noch mehr Energie in ein Bassloch zu stecken. Das gerade REW sowas macht, ist mir suspekt.

Ein zweiter Subwoofer hat hier soviel Abhilfe geschaffen, dass eine Korrektur in meinen Augen garnicht mehr nötig gewesen wäre. REW möchte hier trotzdem noch !! 7 !! Filter setzen :hit: .

Lange Rede, kurzer Sinn, ich glaube nicht, dass die Kombo REW (Autokorrektur) + MiniDSP einen besseren Job als das XT32 macht.

Aber, gottseidank gibts ja so Leute wie dich, die einem unter die Arme greifen, wenns mal nicht klappt! :thumbsup:


Ps. Ich finde deine Arbeit echt bemerkenswert.

Re: Lautsprechermanagement via DSP

BeitragVerfasst: Donnerstag 11. Januar 2018, 08:19
von pebo_muc
Mit dem Programm MSO kann man ja das MiniDSP programmieren und bei den Filtereinstellungen ist standardmäßige-15 bis 0db als Korrektur eingestellt....so sollte es nicht zur Überlastung einzelner Frequenzen führen....und es macht aus Sinn, die Filterkurve anzusehen, bevor man die blind einstellt....

Re: Lautsprechermanagement via DSP

BeitragVerfasst: Donnerstag 11. Januar 2018, 10:09
von Alpenpoint
Nubi hat geschrieben:
Lange Rede, kurzer Sinn, ich glaube nicht, dass die Kombo REW (Autokorrektur) + MiniDSP einen besseren Job als das XT32 macht.


Das glaube ich schon! Audyssey misst ein und du mußt mit dem Ergebnis (das nicht immer optimal ist) leben. Kannst ja händisch nichts einstellen. Das ist ein großer Nachteil!

lg, Alpi

Re: Lautsprechermanagement via DSP

BeitragVerfasst: Donnerstag 11. Januar 2018, 10:18
von Alpenpoint
Smack hat geschrieben:Also ich habe im Moment nur Probleme mit der Behringer. Die rauscht ohne Ende (ist auch in vielen Foren bekannt).


Das problem ist oftmals dass die Behringer ja mit max. 9V (soweit ich das noch in Erinnerung habe) die HiFi Endstufe oder den AVR ansteuert. Meine Yamaha Endstufe sollte aber maximal mit 2,8V angesteuert werden. Bei meinen aktiven Hörnern (BMS 4550 - 113 dB sensitivity 1 W / 1 m) rauschte vorher die DCX auch. Ich habe einen Spannungsteiler in das XLR Kabel gelötet und jetzt rauscht gar nix mehr!
Bei einem Forumskollegen der die aktiven Hörner mit einer DCX über PA Endstufen (STA-400D) ansteuert rauscht auch nix!
Bei einer DCX hatte ich das Problem von knacksen und lauten Störgeräuschen. Habe dann das Flachbandkabel direkt angelötet und das Problem war behoben. Die Steckverbindung ist oft nicht optimal.

lg, Alpi

Re: Lautsprechermanagement via DSP

BeitragVerfasst: Donnerstag 11. Januar 2018, 10:39
von rumpeli
Nubi hat geschrieben:Lange Rede, kurzer Sinn, ich glaube nicht, dass die Kombo REW (Autokorrektur) + MiniDSP einen besseren Job als das XT32 macht.



Die Frage ist: was versteht man unter einem "bessern Job". Audyssey wirkt auf alle angeschlossenen Audiokanäle, auch die Satelliten. Außerdem kann keine House Curve nach persönlichem Geschmack realisiert werden. Das sehen manche Leute als Nachteil. Dafür ist es einfacher zu bedienen.

Mit MSO und einem DSP kann jeder Subwoofer Kanal individuell gefilter werden, was einen gewaltigen klanglichen Vorteil gegenüber dem globalen Sub Filter per REW Modellierung oder Audyssey Sub EQ Hat bietet. Dafür allerdings ist die Bedienung noch komplizierter als schon das Messen mit REW alleine. "Kompliziert" ist hier ein Synonym für "Potential zur Verschlimmbesserung bei fehlerhafter Anwendung".


Ich glaube an die Kombination von mindestens 3 unabhängig per DSP ansteuerbarer Subwooferkanäle und Audyssey, sofern ein DBA oder SBA nicht umsetzbar ist.

Gruß
rumpeli

Re: Lautsprechermanagement via DSP

BeitragVerfasst: Donnerstag 11. Januar 2018, 11:46
von Holger
Nubi hat geschrieben:Lange Rede, kurzer Sinn, ich glaube nicht, dass die Kombo REW (Autokorrektur) + MiniDSP einen besseren Job als das XT32 macht.


Wie meine Vorredner auch glaube ich das allerdings auch - nein, ich glaube es nicht, ich weiß es.

Gestern erst wieder bei einem Kunden einen AVR werksresetet, die Audissey Pro Einmessung damit gelöscht und händisch eingestellt und entzerrt - Ergebnis war deutlich besser als mit der Audissey Pro Einmessung.

Re: Lautsprechermanagement via DSP

BeitragVerfasst: Donnerstag 11. Januar 2018, 13:17
von flinke flasche
Alpenpoint hat geschrieben:
Nubi hat geschrieben:Lange Rede, kurzer Sinn, ich glaube nicht, dass die Kombo REW (Autokorrektur) + MiniDSP einen besseren Job als das XT32 macht.

Das glaube ich schon! Audyssey misst ein und du mußt mit dem Ergebnis (das nicht immer optimal ist) leben. Kannst ja händisch nichts einstellen. Das ist ein großer Nachteil!
lg, Alpi


Bei den neuen Denon und Marantz AV's kann man doch über die Audyssey App schon noch gegen wirken.


Holger hat geschrieben:Gestern erst wieder bei einem Kunden einen AVR werksresetet, die Audissey Pro Einmessung damit gelöscht und händisch eingestellt und entzerrt - Ergebnis war deutlich besser als mit der Audissey Pro Einmessung.


Was machst du denn da genau? Pegel, Abstand, wie genau entzerrt?

Re: Lautsprechermanagement via DSP

BeitragVerfasst: Donnerstag 11. Januar 2018, 15:31
von Holger
DBA normal eingestellt (mit dem DSP der iNuke 6000), Lautsprecher manuell eingestellt (Pegel, Distanz), Trennfrequenz mittels Messungen ermittelt, Phase (Entfernung) des DBAs an die Fronts angepasst und dann die unteren 7 Lautsprecher entzerrt (bis 500hz nach Messung, darüber nach Gehör).

Also nix wildes, nichts was hier im Forum nicht eh schon viele (oder alle) gemacht haben.

Re: Lautsprechermanagement via DSP

BeitragVerfasst: Donnerstag 11. Januar 2018, 16:17
von Nubi
Ich meinte, dass die Autokorrektur von REW einen schlechteren Job macht.

Ich denke, dass wir uns einig darüber sind, das nix über selbst messen, verstehen und Filter setzen geht, versteht sich in unserer Runde doch von selbst.

Aber nichtsdestotrotz die Autokorrektur von REW ist totaler Nonsens.

Re: Lautsprechermanagement via DSP

BeitragVerfasst: Donnerstag 11. Januar 2018, 17:59
von rumpeli
Dann erkläre doch bitte mal die "Autokorrektur" Funktion von REW, die ich wohl nicht kenne.

Sehr wohl kenne ich das EQ Modul von REW, mit der ein Filtersatz berechnet werden kann um einen gemessenen Frequenzgang an eine Zielkurve anzupassen. Das funktioniert einwandfrei und ich finde diese Funktion sehr praktisch.

Gruß
rumpeli

Re: Lautsprechermanagement via DSP

BeitragVerfasst: Donnerstag 11. Januar 2018, 19:03
von dirk48
Holgers Lautsprecher Entzerrung nach Gehör einstellen, liest für mich als analoger PC Normade erstmal besser als Dateien von REW übernehmen und in den Mini DSP "überspielen".

Das heisst ich knalle meine Lieblingsszene mit -5db auf der MC 12 auf meine MTM's und passe die Einstellung im Mini Dsp an ?
Ich habe eins seit Wochen, noch immer rum liegen und könnte es nun mit meinen 3 FCR mal angehen.

P.S. Denkt Ihr wirklich das Audyssey durch den App besser wird ? Ich wüsste nicht warum

Re: Lautsprechermanagement via DSP

BeitragVerfasst: Donnerstag 11. Januar 2018, 19:56
von Nubi
rumpeli hat geschrieben:Dann erkläre doch bitte mal die "Autokorrektur" Funktion von REW, die ich wohl nicht kenne.

Sehr wohl kenne ich das EQ Modul von REW, mit der ein Filtersatz berechnet werden kann um einen gemessenen Frequenzgang an eine Zielkurve anzupassen. Das funktioniert einwandfrei und ich finde diese Funktion sehr praktisch.

Gruß
rumpeli


Hallo rumpeli,

es geht genau um die von dir beschriebene Funktion. Die mag für Dich und in deinem Raum funktionieren.
Wenn du es aber mit starken Auslöschungen zutun hast und durch diese Funktion dann total sinnbefreit Frequenzen um einen zweistelligen db Betrag erhöht werden, na dann kann es schonmal komisch knacken im Woofer :rock: .Im Prinzip steigt die Energie, die dafür nötig wäre exponentiell und nicht linear an.
Ich finde, dass das Programm sowas berücksichtigen sollte.
Audessey tut das zwar auch nicht, gibt meines Wissens aber keine zweistelligen db Beträge hinzu.

Re: Lautsprechermanagement via DSP

BeitragVerfasst: Donnerstag 11. Januar 2018, 20:17
von gusi
Hallöchen,
Nubi hat geschrieben:Audessey tut das zwar auch nicht, gibt meines Wissens aber keine zweistelligen db Beträge hinzu.

Doch, Audyssey tut das sehr wohl. Ich hab mal den Sub Out Ausgang vom Receiver direkt gemessen, also Sub-Out mit dem Line-In der Soundkarte verbunden und den Vergleich gemacht: einmal mit und einmal ohne Audyssey.

Man sehe und staune:
audy.jpg


Ciao,
Christian.

Re: Lautsprechermanagement via DSP

BeitragVerfasst: Donnerstag 11. Januar 2018, 20:47
von Nubi
Sind das 10er Schritte auf der y-Achse?

Wenn es so ist, ist halt beides schlecht! Aber das ist eben der Beweis dafür, dass die Autokorrektur (welche sei dann jetzt mal dahingestellt) einfach sinnbefreit Energie hinzu gibt, wenn eine Auslöschung gemessen wird. :rolleyes:

Ist doch krass, oder nicht? Sollte man doch meinen, dass die Leute, die den Algorythmus programmieren, mit den physikalischen Gesetzen dahinter vertraut sein sollten.


Edit : von zuhause am Rechner, sehe ich das es 5er Schritte sind! Wow, dass ist unglaublich.

Re: Lautsprechermanagement via DSP

BeitragVerfasst: Freitag 12. Januar 2018, 12:21
von pebo_muc
gusi hat geschrieben:Hallöchen,
Nubi hat geschrieben:Audessey tut das zwar auch nicht, gibt meines Wissens aber keine zweistelligen db Beträge hinzu.

Doch, Audyssey tut das sehr wohl. Ich hab mal den Sub Out Ausgang vom Receiver direkt gemessen, also Sub-Out mit dem Line-In der Soundkarte verbunden und den Vergleich gemacht: einmal mit und einmal ohne Audyssey.

Man sehe und staune:
audy.jpg


Ciao,
Christian.


Das ist interesssant! Das schaut ja so aus als passt Audyssey auch die Sub-Frequenzen an oder ist da zusätzlich noch eine andere Audyssey-Funktion an gewesen?

Sowas wie z.B. Audyssey Dynamic EQ

Welcher AVR ist das?

Re: Lautsprechermanagement via DSP

BeitragVerfasst: Freitag 12. Januar 2018, 12:32
von flinke flasche
pebo_muc hat geschrieben:Das ist interesssant! Das schaut ja so aus als passt Audyssey auch die Sub-Frequenzen an


Wieso sollte das Audyssey nicht machen?

Re: Lautsprechermanagement via DSP

BeitragVerfasst: Freitag 12. Januar 2018, 12:35
von gusi
Hi,
pebo_muc hat geschrieben:Das ist interesssant! Das schaut ja so aus als passt Audyssey auch die Sub-Frequenzen an oder ist da zusätzlich noch eine andere Audyssey-Funktion an gewesen?

Sowas wie z.B. Audyssey Dynamic EQ

Welcher AVR ist das?

Das war mein alter Onkyo TX-NR807 in meinem Wohnzimmer, das Du ja eh schon kennst :) . Ich denke, das hat mit einer zusätzlichen Audyssey Funktion nix zu tun, das ist nur der "kranke" Raum, der das auslöst bzw. ausgelöst hat :grin: .
Ciao,
Christian.

Re: Lautsprechermanagement via DSP

BeitragVerfasst: Freitag 12. Januar 2018, 12:40
von pebo_muc
der Raum hat ja bei Deinem Versuch AVR an Soundkarte keinen Einfluss....Aber Audyssey versuch ja anscheinend deinen Raum auszugleichen...

Wenn man jetzt den SUB per DCX gut einstellt, dann sollte die Audyssey-Korrektur entsprechend geringer ausfallen im Bassbereich....

Re: Lautsprechermanagement via DSP

BeitragVerfasst: Freitag 12. Januar 2018, 12:43
von rumpeli
Als ich diese Übung um letzten mal mit einem Denon 2309 machte sah der Frequenzgang am Pre Out auch so ähnlich wie bei Gus aus. Ohne dyn EQ.

Bei REW kann man den maximalen Boost und die Anzahl der verwendeten Filter in den Einstellungen des Simulators konfigurieren. ein +12 db Boost kann durchaus sinn machen, allerdings nicht um einen schmalbandigen lokalen Dip wegen einer Raummode auszugleichen. Mein System verträgt eine entsprechende Anhebung unter 30 Hz und über 100 Hz. Im Anhang die Filter meiner Subwoofer
Filter.PNG

und der gemessene Frequenzgang zusammen mit den bei 80 Hz getrennten Satelliten (an mehreren Stellen in einem 2 Meter Kreis).
REW Kontrollmessung.PNG

Re: Lautsprechermanagement via DSP

BeitragVerfasst: Freitag 12. Januar 2018, 13:03
von pebo_muc
Also passt Audyssey auch im SUB-Bereich einiges an...ob das dann passt ist etwas anderes...